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Pro Sport
Berlin 24 e.V. - Abteilung Tauchen -
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Jugend |
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Jugendprojekt Hämophilie Charité 2006
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Seit nunmehr gut zwei Jahren betreut Ingo in unserer Jugendabteilung eine Gruppe von hämophilen Kindern. Die Idee dazu lieferte eine Studie über die möglichen Sportarten, die diese Kinder betreiben können ohne einem größen Verletzungsrisiko ausgesetzt zu sein. Ganz oben steht dabei das Tauchen (ohne Gerät). Eine sehr angagiertes Mitglied unseres Vereins, Ruth Suhr, brachte dann auch die Abteilung der Charité, in der diese Kinder betreut werden, mit unserem Verein zusammen und die Idee wurde, unterstützt durch die Firma Baxter, von uns aufgenommen. Derzeit sind es sieben Kinder im Alter zwischen 4 und 16 Jahren. Die zwei jüngsten Mitglieder der Gruppe (4 Jahre) lernen bei Ingo, wie schon zwei weitere, das Schwimmen. Auf Grund des großen Altersunterschieds werden die Kinder auch in zwei Gruppen betreut. Für den Ostteil der Stadt ist eine weitere Gruppe, in Zusammenarbeit mit der Firma Baxter und dem Vivates Klinikum im Friedrichshain, in Planung. |
Formen der Hämophilie Es gibt sechs bekannte Formen der Hämophilie:
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| Symptome
Hämophilie-Patienten bluten häufiger, stärker und dauerhafter als Gesunde. Je nach Schweregrad können sogar Spontanblutungen auftreten, d.h. Blutungen ohne entsprechende Verletzung. Die Blutungen können im Prinzip überall auftreten, jedoch sind bestimmte Lokalisationen typisch für Blutungen bei Hämophilie z.B. Gelenkeinblutungen s.u. Eine durch Unfall hervorgerufene Blutung kann nur durch schnelle Blutstillung und ggf. Gabe von Gerinnungsfaktoren in Grenzen gehalten werden. Ist diese Hilfe nicht rechtzeitig möglich, kann das (auch bei weniger schweren Verletzungen) den Tod durch Verbluten bedeuten. Schnitt- und Riss- und weniger auch Schürfwunden können zu starkem Blutverlust, ja zum Ausbluten führen (je nach Größe der Verletzung), auch ohne äußere Einwirkung kann es zu subkutanen oder intramuskulären Hämatomen kommen. Die Gefahr innerer Blutungen ist ebenfalls höher als normal einzustufen - (z.B. Nierenblutungen mit starker Kolik (Verschluss der Harnwege durch Thromben)). Bei Trägerinnen des Gendefekts kann eine verstärkte Blutungsneigung auftreten, die sich in verstärkten Regelblutungen oder während der Entbindung zeigen kann. |
| Gelenkblutungen und ihre Folgen
Eine häufige Lokalisation sind Gelenkblutungen. Die erste Blutung in einem Gelenk (auch als Initialblutung bezeichnet) wird häufig durch ein(en) Unfall/Trauma verursacht. Besonders betroffen sind die großen Gelenke. Durch die Gelenkinnenhaut (Synovia) werden Enzyme freigesetzt, die das im Gelenk befindliche Blut abbauen. Bei großvolumigen Ergüssen vergrößert sich die Synovia dafür und wird stärker mit Blutgefäßen durchzogen. Daraus folgt eine höhere Wahrscheinlichkeit nachfolgender Blutungen oder Entzündungen. Es wird ein Kreislauf von Entzündungen und Blutungen in Gang gesetzt; die kleinste Anstrengung kann Gelenkblutungen (meist Knie-, Ellenbogen-, Schulter- oder Hüftblutungen) zur Folge haben, was immer auch mit starken Schmerzen, manchmal über die ganze Dauer der Blutung, verbunden ist. Die Folgen der häufigen Blutungsereignisse sind bei älteren Jahrgängen (da wirksame prophylaktische Therapien erst seit etwa 30 Jahren verfügbar sind) Gelenkversteifungen z.T. schwerster Art, frühzeitige Arthrose - (die evtl. operative Eingriffe wie z.B. Knie-Arthroskopie, Synovektomie bis hin zur Endoprothese (Gelenkersatz) aber auch orthopädische Hilfsmittel (orthopädische Schuhe), Gehhilfen u.a.) erforderlich machen, - sowie Fehlbildungen der Muskulatur und des Knochenaufbaus, wobei die Mobilität der Gelenke durch ständige Physiotherapie auf einem gewissen Belastungsgrad gehalten, oder aber auch verbessert werden kann. |
Therapie Die frühere (bis vor etwa 30 Jahren) gebräuchliche Therapie bei Hämophilie Blutungen zu stoppen, bestand im Allgemeinen darin, direkte Blutspende, Blutkonserven oder Blutplasma bei stärkeren und akuten Blutungen zu verabreichen, Hämatome zu kühlen, und blutende Wunden mit aus Rinderblut gewonnenem Fibrin zum Gerinnen zu bringen, was relativ selten gelang. Die heutige Therapie besteht im allgemeinen darin prophylaktisch, den fehlenden oder defekten Faktor zu substituieren, wobei Blutungen weitestgehend ausgeschlossen werden können, und der Patient ein relativ normales Leben führen kann, aber z.B. von Sportarten wie Athletik, Boxen, Wintersport und extremer körperlicher Belastung absehen muss. Die Therapie erfolgt z.B. in den Fällen Hämophilie A, B oder Willebrandt-Syndrom durch Selbstbehandlung (intravenös) mit den fehlenden Faktoren. Diese Faktoren werden aus menschlichem Blutplasma gewonnen, wobei in der Vergangenheit u.a. auch viele Bluter mit HIV, Hepatitis C und B und anderen Viren infiziert wurden. Die Möglichkeit der Ansteckung ist heute jedoch so gut wie ausgeschlossen, da das Blut heute gründlich untersucht werden muss und neue zuverlässigere Methoden der Blutreinigung und Virusinaktivierung erforscht wurden. Zudem wird der Faktor VIII (Hämophilie A) heute auch gentechnisch hergestellt. (s.a. Gentechnik innerhalb dieses Absatzes), um eine höhere Sicherheit vor Verunreinigungen des Faktor VIII z.B. mit Viren zu bieten und um jederzeit eine ausreichende Versorgung der Patienten sicherzustellen. |
Komplikation Die Hauptkomplikation bei der Hämophilie A-Therapie liegt heute in der Bildung von neutralisierenden Antikörpern gegen den Faktor VIII (FVIII), den sogenannten inhibitorischen Antikörpern oder auch Hemmkörpern. Weltweite Studien zeigen, dass etwa 30 % der behandelten Patienten oder Blutern inhibitorische Antikörper entwickeln. Es wird weiterhin diskutiert, ob die Inhibition allein durch die Blockierung der FVIII-Aktivität erfolgt, oder ob es zu einer erhöhten Beseitigung (engl.: clearance) des FVIII durch die Erkennung der Antikörper kommt. Die Antikörper verringern die Wirkung des zugegebenen FVIII sehr stark, so dass die nötige Erhöhung des Faktorspiegels nicht erreicht wird, und es in der Folge wieder zu Blutungen kommt. Gentechnische Produkte können unbekannte Risiken bergen, entsprechende Langzeitstudien fehlen noch. |
| Vererbung
Trägerinnen für die Vererbung der Hämophilie A oder B sind Frauen. Beispiel: Eine Trägerin (Konduktorin) des fehlerhaften Gens für die Hämophilie, bei der das Merkmal nicht ausgeprägt sein muss, bekommt Söhne, bei denen die Wahrscheinlichkeit 50 % ist, Bluter zu sein (siehe auch Erbinformation). Bekommt diese Trägerin Töchter, können 50 % dieser das Gen auf die nächste Generation weitervererben ohne selbst von dieser Krankheit betroffen zu sein. Sobald diese Mädchen wieder männliche Nachkommen haben, ist es dann ebenso möglich, dass diese Bluter sind. Diese Wahrscheinlichkeit kann aber auch mehrere Generationen überspringen, sofern immer wieder Töchter als Trägerinnen vorhanden waren. Wenn Bluter Söhne bekommen, vererben sie die Krankheit an diese nicht weiter, da sie X-Chromosomal vererbt wird. Männliche Bluter können die Krankheit somit nur an ihre Töchter vererben. In Einzelfällen ist die Hämophilie bei Frauen möglich. Wenn der Vater Bluter und die Mutter Überträgerin ist, wird in 50% der Fälle das fehlerhafte X-Chromosom auch durch die Mutter übertragen und sich die Hämophilie somit manifestieren. |
| Quelle wikipedia - die freie Enzyklopädie |
| Schweizerische Hämophilie-Gesellschaft In unserer Liste der Sportarten figuriert das Tauchen unter den problemlosen Sportarten, wobei man hier in erster Linie an ABC-Tauchen (Tauchen mit Brille, Schnorchel und Flossen von der Oberfläche aus) gedacht hat. Dies hat Anlass zu Unklarheiten und Fragen gegeben, da für Gerätetaucher in allen entsprechenden Richtlinien und Fachbüchern eine Hämophilie als klares Ausschlusskriterium gilt. Eingehende Nachforschungen verschiedener Mitglieder des Ausschusses haben ergeben, dass es weder in der Literatur noch der Erfahrung von andern Hämophiliespezialisten oder Tauchmedizinern klare Gründe für dieses Verbot gibt. Blutungen beim Tauchen können zwar durchaus bei jedermann vorkommen, inbesondere beim Auftauchen in Form von Nasenbluten und nach Stürzen auf den Planken eines schwankenden Schiffes. Eine eigentliche, vermehrte Blutungsneigung durch das Tauchen an sich scheint aber nicht gegeben zu sein. Von der Ärztlichen Kommission der SHG aus können wir natürlich die weltweit bestehenden Regeln nicht aufheben. Wir möchten an unsere Mitglieder daher folgende Empfehlung weitergeben: Gerätetauchen ist grundsätzlich für Personen mit einer vermehrten Blutungsneigung verboten und daher nicht zu empfehlen. Im Einzelfall muss im Gespräch mit den behandelnden Spezialisten abgeklärt werden, ob Gerätetauchen auf eigenes Risiko trotzdem verantwortbar ist. |
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| Quelle: L’Association Suisse des Hémophiles Tauchen und Hämophilie Dr. R. Kobelt, 2006 |
| Bericht: Ingo Ide |
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