Pro Sport Berlin 24 e.V. - Abteilung Tauchen -

 

 

Kapverdische Inseln

 

 
Übersicht Insel Sal
(Stand: 20.11.05)
 
Kategorie
Bewertung
Kommentar
durch. Sichtweite
5
Meist sehr gute Sicht, bis zu 30 Metern
Fischreichtum
4
Rochen, Barrakudas, Muränen, und Kleinfisch
Seeschönheit
5
vulkanisch geprägte Unterwasserlandschaften
Wracks
-
Dafür gibt es andere Gebiete
Höhlen
3
vorhanden
Steilwände
-
keine
Schwierigkeitsgrad
5 - 6
Nur für „Hardcoretaucher“
Wassertemperatur
4 - 5
28 Grad
Empfohlener Anzug
-
kurzer 4 mm ist ausreichend
 
Bewertung: 0="sehr schlecht", " 6="sehr gut"
 
Geographisches / Lage
Cabo Verde liegt rd. 450 km vor Senegal/Gambia und rund 1.600 km südlich der kanarischen Inseln. Der Staat besteht aus 16 Inseln, 9 davon bewohnt, alle vulkanischen Ursprungs. Das ganze Jahr über weht der Passat. 360 Tage im Jahr scheint die Sonne. Regen fällt äußerst selten. Entsprechend ist kaum Vegetation vorhanden und 90 % der Lebensmittel müssen importiert werden. Die Bevölkerung lebt überwiegend vom Fischfang. Aufgrund der widrigen Lebensumstände sind 60 % der Bevölkerung ausgewandert, vorwiegend in die USA und nach Portugal. Bis 1975 war Cabo Verde portugiesische Kolonie.
Das ganze Jahr über ist Reisezeit, aufgrund der Nähe zum Äquator.
Lufttemperaturen: 27 - 38 Celsius (auch Nachts) und tropisch-feucht
Wassertemperaturen: 27 – 28 Celsius
Die Flugzeit beträgt im Sommer 7.20 Stunden ab München via Las Palmas. Im Winter beträgt die Flugzeit 6.30 Stunden non-stop.
Als touristisch „erschlossene“ Insel gilt die Insel Sal. Sal heißt übersetzt Salz. Entsprechend gibt es dort nichts außer kilometerlange weiße Sandstrände, Dünen, Salz und Sonne satt. Es gibt nirgends Schatten und er ist daher fast so wertvoll, wie Trinkwasser.
Vom Flughafen der Insel wird man in 20 Minuten über eine gut ausgebaute Schnellstraße in den Süden der Insel gebracht. Dort befindet sich das Dorf Santa Maria mit rd. 1.600 Einwohnern, vorwiegend schwarzafrikanisch.
   
Das Tauchgebiet
Da das ganze Jahr über der Passat weht, ist oft eine sehr starke Strömung vorhanden. Viele tiefe Plätze, Höhlen und die Strömung machen Sal zu einem Revier für mindestens halbwegs erfahrene Taucher, sowie für „Hartgesottene“. Wir hatten täglich mindestens 2 Meter hohe Wellen, manchmal bis zu vier Meter hohe Wellen. Daher ist Sal für Fundiver eher nicht geeignet. Es ist nicht jedermanns Sache, mit einem Schlauchboot 30 Minuten in den offenen Atlantik über 2 - 4 Meter Wellen zu reiten, dann bei massiver Strömung sich die Ankerleine runter zu ziehen, um im Strömungsschatten einer Steilwand den eigentlichen TG zu beginnen.
Aufgrund der von den Kanaren kommenden kalten Strömungen und den vom Süden kommenden tropischen Meeresströmungen gibt es einen unermesslichen Fischreichtum. Die Felsenriffe sind dicht mit Krustenanemonen besetzt und werden von Langusten, Krebsen und Muränen bevölkert. Relativ gute Sichtverhältnisse ermöglichen das Entdecken von Großfischen wie Barrakudas, Thunfischen oder den von mir gesichteten Stachelrochen. Darüber hinaus stellten sich bei mir Seenadeln, Kofferfische, Husarenfische, Kaiserfische und hunderte von Brassen vor.
Dunkle Basaltgesteine und heller Sandgrund beherrschen die Farben der Unterwasserwelt.
In Santa Maria (Pro Atlantic Diving Center, deutschsprachig) befindet sich die einzige Druckkammer weit und breit. Die Inhaber leben hauptsächlich von vorab in Europa gebuchten Tauchreisen. Man ist daher mehr oder weniger ein unschönes Anhängsel, wenn man wie ich, einfach vorbeikommt. Gesprochen wird sehr wenig. Ich habe mich dort nicht wohl gefühlt. Konkurrenztauchbasen sind kaum vorhanden.
     
 
Bericht: Thorsten Belaschk