Cabo Verde liegt
rd. 450 km vor Senegal/Gambia und rund 1.600 km südlich
der kanarischen Inseln. Der Staat besteht aus 16 Inseln, 9 davon bewohnt, alle
vulkanischen Ursprungs. Das ganze Jahr über weht der Passat. 360 Tage im
Jahr scheint die Sonne. Regen fällt äußerst selten. Entsprechend
ist kaum Vegetation vorhanden und 90 % der Lebensmittel müssen importiert
werden. Die Bevölkerung lebt überwiegend vom Fischfang. Aufgrund der
widrigen Lebensumstände sind 60 % der Bevölkerung ausgewandert, vorwiegend
in die USA und nach Portugal. Bis 1975 war Cabo Verde portugiesische Kolonie.
Das ganze Jahr über ist Reisezeit, aufgrund der Nähe zum Äquator.
Lufttemperaturen: 27 - 38 Celsius (auch Nachts) und tropisch-feucht
Wassertemperaturen: 27 – 28 Celsius
Die Flugzeit beträgt im Sommer 7.20 Stunden ab München via Las Palmas.
Im Winter beträgt die Flugzeit 6.30 Stunden non-stop.
Als touristisch „erschlossene“ Insel gilt die Insel Sal. Sal heißt übersetzt
Salz. Entsprechend gibt es dort nichts außer kilometerlange weiße
Sandstrände, Dünen, Salz und Sonne satt. Es gibt nirgends Schatten
und er ist daher fast so wertvoll, wie Trinkwasser.
Vom Flughafen der Insel wird man in 20 Minuten über eine gut ausgebaute
Schnellstraße in den Süden der Insel gebracht. Dort befindet sich
das Dorf Santa Maria mit rd. 1.600 Einwohnern, vorwiegend schwarzafrikanisch. |
Da das ganze Jahr über der Passat weht, ist oft eine sehr starke Strömung
vorhanden. Viele tiefe Plätze, Höhlen und die Strömung machen
Sal zu einem Revier für mindestens halbwegs erfahrene Taucher, sowie für
„Hartgesottene“. Wir hatten täglich mindestens 2 Meter hohe Wellen, manchmal
bis zu vier Meter hohe Wellen. Daher ist Sal für Fundiver eher nicht geeignet.
Es ist nicht jedermanns Sache, mit einem Schlauchboot 30 Minuten in den offenen
Atlantik über 2 - 4 Meter Wellen zu reiten, dann bei massiver Strömung
sich die Ankerleine runter zu ziehen, um im Strömungsschatten einer Steilwand
den eigentlichen TG zu beginnen.
Aufgrund der von den Kanaren kommenden kalten Strömungen und den vom Süden
kommenden tropischen Meeresströmungen gibt es einen unermesslichen Fischreichtum.
Die Felsenriffe sind dicht mit Krustenanemonen besetzt und werden von Langusten,
Krebsen und Muränen bevölkert. Relativ gute Sichtverhältnisse
ermöglichen das Entdecken von Großfischen wie Barrakudas, Thunfischen
oder den von mir gesichteten Stachelrochen. Darüber hinaus stellten sich
bei mir Seenadeln, Kofferfische, Husarenfische, Kaiserfische und hunderte von
Brassen vor.
Dunkle Basaltgesteine und heller Sandgrund beherrschen die Farben der Unterwasserwelt.
In Santa Maria (Pro Atlantic Diving Center, deutschsprachig) befindet sich die
einzige Druckkammer weit und breit. Die Inhaber leben hauptsächlich von
vorab in Europa gebuchten Tauchreisen. Man ist daher mehr oder weniger ein unschönes
Anhängsel, wenn man wie ich, einfach vorbeikommt. Gesprochen wird sehr wenig.
Ich habe mich dort nicht wohl gefühlt. Konkurrenztauchbasen sind kaum vorhanden.
|